Ich fange mal mit der wichtigsten Frage an, mit der, die ich mir zunächst gestellt habe: Kann man so ein Schreiben veröffentlichen?
Wie ihr seht, habe ich mich für ja entschieden. Zum Einen, weil es anonym geschieht, zum Anderen, weil ich auch noch dezente Hinweise zur Person im Text gelöscht habe. Aber auch, weil es ein schönes Thema für ein Wort zum Freitag ist. Hier das Schreiben, das gleich zwei Mal verschickt wurde,  einmal an unsere Vereinsadresse, einmal an mich persönlich:

Sehr geehrter Herr Weida,

Es mag Ihnen seltsam erscheinen, dass ich Ihnen schreibe, und wahrscheinlich ist es das auch. Trotzdem wäre ich dankbar, wenn Sie mir auf meine Fragen antworten könnten. Bitte lesen Sie diese Nachricht ganz, bevor Sie über mich urteilen. Ich möchte auf keinen Fall rechthaberisch oder dogmatisch erscheinen, allerdings wäre ich auch sehr verbunden, wenn Sie mir ernsthaft antworten könnten. Ironie oder Sarkasmus hilft mir gerade wenig weiter, zumal ich auch sehr schlecht bin, solchen herauszufiltern.
Aber lassen Sie mich von vorne anfangen. Meine Großeltern mütterlicherseits sind sehr gläubig, die meines Vaters, speziell mein Vater selbst recht atheistisch.
Ich selbst habe zwar alle katholischen Sakramente durchlaufen, aber Religion spielte in meiner Erziehung keine große Rolle. Die Bibel habe ich eigentlich immer als „Lebensweisheitssammlung“, aber mit Interesse gelesen. Ich hätte mich bis vor Kurzem wohl als Taizé-Christ bezeichnet, obwohl, oder vielleicht genau weil ich mich eher zu den Naturwissenschaften hingezogen fühlte, aber wie Sie an dem Konjunktiv erkennen können, zweifle ich nun etwas, beziehungsweise ich bin verzweifelt.
Denn auch, wenn ich schon mit einigen Atheisten Kontakt hatte, gezweifelt habe ich kaum, die „Debatten“ wurden sachlich geführt, waren irgendwann vorbei. Erst als ich …., bin ich in Kontakt mit recht – ich sage nun mal aufdringlichen Atheisten – getreten, die den Glauben an sich verspotteten, als feige, dumm oder schizophren bezeichneten. Nicht direkt auf mich bezogen, da ich mich nicht als Christ „geoutet“ hatte, aber seitdem denke ich darüber nach. Gut, da werden Sie eine ähnliche Meinung haben, mit dem Argument der „Zahnfee“.
Nun, das ist jetzt schon einige Monate her, und seitdem Frage ich mich, was für eine Person, die nicht an Gott glaubt der Sinn des Lebens ist. Die Ansichten, die ich bekommen habe, haben mich um ehrlich zu sehen nicht überzeugt.
Meiner Ansicht nach kann man als Atheist keinen Sinn erkennen oder aber erschaffen.
Eine Sinn ist meiner Meinung nach immer etwas Nachhaltiges, ein Ziel, eine (positive) Wirkung. So ist der Sinn von Geld, dass man damit etwas kaufen kann. Man schläft, damit man am nächsten Tag ausgeschlafen ist. Man isst, damit man überlebt.
Wo ist er dann allgemein im Leben? In der Freundschaft mit den Anderen? Jeder, der heute lebt wird höchstwahrscheinlich in 100 Jahren tot sein. In der menschlichen Gesellschaft, die auch in irgendwann untergehen wird? Irgendwann wird sich niemand mehr an mich erinnern, ein Name auf einer Totentafel oder die weitergegebenen Gene so verdünnt, dass es kaum noch erwähnenswert ist. Und selbst wenn es gelingt, andere Planeten zu besiedeln, die schwarzen Löcher machen allem Leben den Grauß. Also nichts, was von den Menschen, von allem Leben der Erde übrig bleibt.
Den Sinn im Leben, den kann man sich selbst aussuchen, die Leute, mit denen man sich beschäftigt, die Themen, Dinge, die man herstellt oder verbessert, einen Garten, den man hegt und pflegt. Aber mit dem Tod endet aller solcher Sinn. Den Sinn des Lebens kann es also zumindest aus meiner Sicht ohne eine metaphysische, spirituelle Komponente geben, einen Sinn für die Ewigkeit.
Natürlich gibt es keine Versicherung für das Leben, aber wenn man sich im Leben immer wieder mit dieser Hoffnungslosigkeit, diesem Abgrund konfrontiert sieht. Auch wenn die Religion nur ein Trostpflaster ist, so ist die Wunde darunter tödlich. Ich verstehe nicht, wie z.B. Daniel Bennet oder Richard Dawkins und alle anderen, die den Sinn des Lebens verneinen, mit diesem Nihilismus klarkommen.
Was ist also die Alternative zu einem religiösem Weltbild, mit dem man leben kann, ohne zu verzweifeln?
Wie kann man man angesicht des Klimawandels Panik bekommen, aber nicht angesicht des eigenen Todes, was doch aufs Gleiche hinauskommt. Als Mensch kann man mit dem Tod meiner Meinung nach nur auf zwei Arten umgehen: Entweder durch Verdrängung oder mithilfe einer Religion oder eines Glaubens. An sich könnte man sich doch sonst einfach das Leben nehmen.

Was ich mich auch frage: Aus welchem Grund sollte man überhaupt den Klimawandel aufhalten wollen?
Atheisten verorten den Menschen komplett im Materiellen, das heißt, wenn man nicht selbst Mensch ist, könnte man den Menschen ohne Probleme mit einem Holztisch vergleichen. Die Ethik begründet sich, atheistisch oder nicht, auf der Devise der goldenen Regel, aber meiner Meinung nach gibt es einen Unterschied in der Behandlung von Ungeborenen. Rein theoretisch wäre der Klimawandel also kein Problem, da die Ungeborenen keine Menschen sind und man somit nur auf die bereits existierenden Personen auf der Erde bedacht werden. Somit ist es eigentlich egal, ob die Welt in absehbarer Zukunft oder erst später untergeht.

Eine letzte Frage direkt zu Ihrer Organisation. Ist diese komplett atheistisch aufgebaut oder gibt es auch „Doppeltmitgliedschaften“, z.B. mit der Kirche oder einer islamischen Organisation? Ich bin mir nicht ganz sicher, was ich von Ihnen halten soll, wenn ich ehrlich bin. Wie schon gesagt, ich bin sehr schlecht, wenn es um Sarkasmus und Ironie geht.

Ich bin kein Philosoph, sondern …., also kann es sein, dass meine Gedanken unstukturiert und alles unprofessionell ist. Aber ich bin gerade extrem niedergeschlagen und ruhelos und suche auf jede nur mögliche Weise nach Antworten. Es tut mir leid, dass ich Sie auf diese Art belästige, ich würde nur gerne Ihre Denkweise verstehen. Daher wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie mir antworten könnten.

Mit freundlichen Grüßen,

Hier meine Antwort, bei der ich davon ausgegangen bin, dass hier wirklich jemand Hilfe sucht. Nur deshalb habe ich überhaupt geantwortet:

Hallo …,

da gibt es ja Einiges, was dich umtreibt. Ich bin ziemlich sicher, dass ich nicht alles beantworten kann. Am Einfachsten ist die Frage nach unserer Kirche. Wir sehen uns gar nicht als solche, sondern als Weltanschauungsgemeinschaft. Das Spaghettimonster nutzen wir nur als Parodie, einerseits, um so zu zeigen, wie Religion funktioniert, andererseits um unsere eigentliche Botschaft, den evolutionären Humanismus, unter die Leute zu bringen.
Bei uns kann jeder mitmachen, der hinter den Zielen unserer Vereinssatzung steht. Der evolutionäre Humanismus geht davon aus, dass es keine Geister, Elfen, Trollen, Götter, Feen oder sonst etwas gibt, sondern dass es auf Erden „natürlich“ zugeht.  Das passt natürlich nicht zu irgendeinem Glauben, der genau das behauptet.

Im Übrigen ist es vielleicht am besten, dir einmal zu schildern, wie ich mit deinen Problemen umgehe. Ehrlich gesagt, ist nicht eins davon für mich überhaupt ein Problem. Welchen Sinn sollte denn das Leben noch haben, wenn man tot ist? Doch genau den gleichen, den es hatte, bevor man geboren war: keinen. Das ist das Normalste von der Welt und schon Epikur hatte erkannt: Der Tod geht uns nichts an, existieren wir, ist er nicht, ist er, existieren wir nicht mehr.
Mit dem Tod ist alles vorbei, genau wie bei allen anderen Tieren. Der Tod braucht nicht verdrängt zu werden, sondern einfach akzeptiert. Das ist aber doch kein Problem, vielleicht sogar eher eine Erlösung. Ewig währendes Leben, egal ob als Lebewesen oder als „Seele“, wäre für mich eine Gruselvorstellung.

Einen Sinn kann man nur für sich individuell finden. Vielleicht könnten dir da die 10 Angebote des Evolutionären Humanismus weiter helfen:
http://www.leitkultur-humanismus.de/manangebote.htm

Auch dein nächstes Problem, dass man als Atheist keinen Sinn schaffen kann, ist keins. Atheismus ist doch keine eigene Weltanschauung. Es bedeutet lediglich, dass in der Weltanschauung der betreffenden Person keine Götter vorkommen. Auf diese Weltanschauung kommt es an, bei uns ist das, wie gesagt, der evolutionäre Humanismus. Unser Credo lautet: Wer Wissenschaft, Philosophie und Kunst hat, braucht keine Religion.
Damit können alle menschlichen Bedürfnisse gut erfüllt werden. Es gibt nicht den mindesten Grund, ohne religiöses Weltbild zu verzweifeln. Im Gegenteil, es befreit, denn wer will schon so grausamen Göttern wie Jahwe/Allah dienen? Wer will überhaupt nur Diener und Befehlsempfänger sein?

Der Mensch braucht keine Religion, um gut zu sein. Altruismus ist schon in uns angelegt. Religion schafft es eher, diesen Altruismus zu unterdrücken, in dem sie den Anderen nicht einfach als Anderen, sondern als Falschgläubigen bzw. Ungläubigen sieht und ihn so zum Feind macht. In dem Sinne hat Steven Weinberg völlig recht, wenn er sagt: „Religion ist eine Beleidigung der Menschenwürde. Mit ihr oder ohne sie würden gute Menschen Gutes tun und böse Menschen Böses. Aber damit gute Menschen Böses tun, bedarf es der Religion.“

Für mich ist klar, Religion ist gesellschaftsschädlich. Sie führt dazu, Menschen vom eigenen Denken abzuhalten und nur in uralten, selbst damals schon nicht besonders fortschrittlichen Schriften nach Antworten auf aktuelle Fragen zu suchen. Vor allem aber setzt sie durch ihre Dogmen sogar regelrechte Denkverbote, die die gesellschaftliche Entwicklung verhindern.

Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen.

Mit nudligen Grüßen
Bruder Spaghettus

Darauf kam dann folgende Antwort:

Hallo Herr Weida,

Ich möchte noch einmal zurückschreiben, weil sich bei mir noch Fragen angesammelt haben, vor allem bezüglich ihres letzten Absatzes, in dem Sie Religion als gesellschaftsschädlich bezeichneten. Hier ist mir der Satz aufgefallen, Religion hält Menschen vom Denken ab und tatsächlich ist mir der Vorwurf schon öfters begegnet, doch ich verstehe einfach nicht, warum gläubig von vielen Ecken, zumindest in meiner Generation sofort mit dumm, schizophren oder unmündig gleichgesetzt wird. Und diese Gleichsetzung verstehe ich nicht, zumindest nicht in jedem Fall.
Aber zuerst möchte ich nochmals meine Position klarstellen: Ich bin ….aufgewachsen, aber alle haben sich mit Respekt behandelt, und jeder hatte sein eigenes Fachgebiet, bei dem man denjenigen immer um Rat fragen konnte. In meiner Gemeinde gab es einen Pfarrer, der …. und dessen Ansichten modern und humanistisch sind.
Ich habe bisher mit keinem Kirchenmann Kontakt gehabt, der die Evolutionstheorie geleugnet hat. Auch bei der Bibel, die ich wie gesagt immer methaphorisch gelesen habe, und die immer als unlogisch und voller Wiedersprüche gilt, habe ich als doch zumindest hilfreiche Lebensweisheitssammlung wargenommen. Kann man als Gläubiger nicht denken? Ist diese Gleichsetzung nicht genauso dogmatisch, wie es der Religion vorgeworfen wird?
Warum ist Glaube so gegen die Wissenschaft? Natürlich ist die Annahme eines tranzendenten Wesens naturwissenschaftlich nicht korrekt, genauso unwissenschaftlich ist es, diese Möglichkeit auszuschließen. Diese Frage kann man doch nur für sich selbst als Mensch beantworten, die Wissenschaft an sich muss immer bei „Weiß nicht“ bleiben.
Daher kann ich diese Meinung nicht verstehen, zumal viele Ihrer Ansichten sich mit denen der „offiziellen Kirche“ übereinstimmen.
Hier spreche ich explizit von einer fortschrittlichen, auch wissenschaftsbasierten Kirche, mit dem evangelikalen Spektrum kenne ich mich nicht aus und hatte auch noch keine Kontakte dahingehend.
Der Kampf gegen den Klimawandel, der bei Ihnen, als auch bei den beiden Großkirchen eine große Rolle spielt. Sowohl Sie als auch die Christen (und Muslime- mit Juden hatte ich noch keinen Kontakt), die ich kennengelernt habe betonen Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft und Demut.

Über Argumente, die ich häufig gelesen habe, möchte ich folgend nun meine Gedanken aufzeigen:
Auf der einen Seite wird das Argument gebracht, dass die Kirche jahrhundertelang z.B. Schwule Frauen oder Juden diskrimminiert hat, stellen sich aber freiwillig in die Tradition von Religionskritikern und Philosophen, die die gleiche Meinung vertreten. Z.B. Karl Marx als Antisemit, Nietsche: Wenn du zum Weibe gehst, vergiss die Peitsche nicht.Sie waren eben auch in ihrer Zeit gefangen. Hat der Atheismus das Recht, sich weiterzuentwickeln, die Religion allerdings nicht? Dieses Argument ist für mich nicht schlüssig und fällt dadurch weg.
Eine andere Meinung, die ich in einem Forum gelesen habe: Wie kann man moralisch handeln, wenn man so doof ist und sich schon eine solch irrationale Meinung lenken lässt. „Ich kenne solche selbsternannten, christlichen Humanisten“, habe ich im Humanistischen Pressedienst gelesen. Auf der einen Seite wird betont, dass Humanismus keine Religion ist, auf der anderen Seite ist man vom Humanismus ausgeschlossen, wenn man einer Religion angehört? Um ehrlich zu sein, empfinde ich dies als irrational.
Das Religion Gewalt hervorruft, wird von Christen/allgemein Religiösen oft mit den „Argumenten“ Hitler, Stalin gecountert, was wiederum entkräftet wird, dass Hitler Katholik niemals exommunizierter Katholik war und Stalin… Aber das ist nicht der Punkt, Kriege gab es schon seit dem Beginn der Menschheit. Es ist ein „natürliches Phänomen“, das es schon ohne Religionskonflikte gab. Die Römer haben Kriege geführt, die Kultur war effizient, trotzdem nicht unbedingt human, und das definitiv nicht aufgrund einer Religion. (Sie haben schließlich auch die Götter der Gegenseite angenommen.)
Und auch die religiös motivierten Konflikte haben weitere Hintergedanken, also wirtschaftliche Motivationen, die Religion war der Rechtfertigungsgrund.

So Gruselig die Vorstellung für Sie ist, ewig zu leben, so schlimm ist für mich der Gedanke, dass alles „umsonst“ sein sollte. Seit meiner Kindheit habe ich davon Albträume.

Aus Sicht eines Nichtgläubigen ist der Glaube (sofern human und für Mitmenschen nicht gefährdend) zumindest wie ein Krückstock für eine Person mit Laufproblemen. Was sagt es über den Charakter einer Person aus, wenn sie sich darüber lustig macht, dass sie ohne nicht laufen kann? Sofern er den Krückstock nicht dafür verwendet, nach anderen zu schlagen, ist es dann nicht in Ordnung?

Mit freundlichem Gruß,

Und hier meine öffentliche Antwort und damit, zumindest für mich, das Ende des Austausches.

Hallo…..

ich dachte, ich hätte ziemlich klar beschrieben, warum Religion gesellschaftsschädlich ist und vom Denken abhält. Ich verstehe nicht, wie man da herauslesen kann, ich würde behaupten, alle Religiösen seine dumm. Wenn man Antworten auswendig gelernt hat oder ständig vorgebetet bekommt, muss man einfach nicht mehr selbst nach welchen suchen. Wenn diese Antworten dann auch noch untauglich sind, ist das schädlich für die ganze Gesellschaft. Darum geht es.
Allerdings scheint es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen Bildung und Religion zu geben. Beide Seiten verhalten sich wie eine Waage, steigt die eine, sinkt die andere. Als Ursache vermute ich, jemand, der durch Bildung gelernt hat, Zusammenhänge dort zu suchen, wo sie sind und sie zu begreifen, sucht sie nicht in alten, grausamen, menschen- und besonders frauenfeindlichen Schriften. Man ist also nicht mehr nur ausführendes Organ des angeblichen Willens angeblicher Götter, sondern handelt selbst. Damit ist man auch selbst verantwortlich für sein Handeln, man kann sich nicht hinter dem Auftrag einer höheren Macht verstecken und muss seine Entscheidungen um so bewusster treffen.

Noch einmal: Atheismus ist keine Weltanschauung. Deshalb kann er sich auch gar nicht weiter entwickeln. Was sich weiter entwickeln kann, und das auch tut,  sind verschiedene atheistische Weltanschauungen, wie z.B. der Humanismus oder der Utilitarismus. Natürlich dürfen sich auch religiöse Weltanschauungen weiterentwickeln. Sie tun es ja auch in gewissen Grenzen. Gegenwärtig geht die Tendenz wohl in Richtung Fundamentalismus.
Eine wissenschaftsbasierte Kirche ist allerdings eine völlige Unmöglichkeit. Dazu reicht es nicht, die Evolutionstheorie anzuerkennen, dazu müssten sämtliche Dogmen über Bord geworfen werden, nicht nur solche umstrittenen, wie die unbefleckte Empfängnis, sondern auch die Erbsünde und alle anderen bis hin zur Existenz von Göttern.

Sicher, es gibt auch Kriege  die keine religiösen Ursachen haben, aber es gibt eben auch die. Sowohl im Christentum als auch im Islam als auch beide gegeneinander. Oft ging es gegen Abspaltungen, die sich nicht an die ursprüngliche Lehre halten wollten, so bei den Hugenotten, bei den Wiedertäufern und bei der gnadenlosen Ausrottung der Katharer. Im Islam sind sich die Schiiten und die Sunniten bis heute nicht grün. Nicht immer, aber oft, ist dann wirklich die Religion die Hauptursache für den Krieg. Das die zumindest einen ausgezeichneten Vorwand bietet, wirst auch du nicht abstreiten wollen. Religion hat die Eigenschaft, die Gruppen nach innen zu stärken und nach außen zu teilen. Dann ist der  andere nicht mehr ein Mitmensch, sondern einer mit der falschen Religion. So lassen sich prima die Einen auf die Anderen hetzen.

Die Albträume wegen der Endlichkeit des Leben sind reine Erziehungssache. Wer von Anfang an damit erzogen wird und lebt, bekommt die nicht.

Sicher, Glaube mag für manchen eine Krücke sein. Die gönne ich ihm auch, jeder darf glauben, was er möchte. Deshalb habe und werde ich nie gegen einzelne Gläubige diskutieren. Mir zu unterstellen, ich würde mich darüber lustig machen, wenn jemand mit einer Krücke herumläuft und daraus Schlüsse auf meinen Charakter ableiten zu wollen, halte ich für unverschämt. Ich mache mich nicht über die Gläubigen lustig, ich weise darauf hin, dass es in der heutigen Zeit viel bessere Hilfsmittel für Gehbehinderte gibt, als Krücken.

Mit nudligem Gruß
Bruder Spaghettus