Ich
bin Pastafari und stehe dazu. Die Behörde genehmigt allerdings das
Tragen piratiger Kopfbeckung auf meinem Personalausweis nicht.
Außerdem müsste ich dann immer diese Kopfbedeckung in der
Öffentlichkeit tragen, so wie es Bruder Spaghettus tut. Das ist
schwierig, weil ich sowohl Kopftuch, Tuch, Dreispitz oder mein Haar
offen trage. Piraten passen sich schließlich dem aktuellen Wetter
an. Symbolisch wäre aber Dreispitz oder Kopftuch das
Erkennungsmerkmal. Bevor allerdings der Rechtsstreit, den Bruder
Spaghettus wegen des Ausweisfotos mit piratiger Kopfbedeckung führt,
nicht abgeschlossen ist, kann man dieses Problem erst mal von den
Planken wischen. Arrrgh
Wie
und wann darüber entschieden wird, steht in den Sternen.
Inzwischen ist mein Ausweis abgelaufen und ich beantragte einen neuen. Mir einen Zopfhalter mit Monstersymbol zu basteln, fiel aus. Weder habe ich Zöpfe, noch einen Bart.
Aber ich trage regelmäßig
pastafarianischen Ohrschmuck. Also die Klunker an die Ohren gebammelt
und ab zum Fotostudio Grinsekatz. Mit meinem neuen Passfoto trabte
ich zur Meldestelle, beantragte den Ausweis und bekam ihn auch. Seht
selbst.
Egal,
wie der Rechtsstreit für Bruder Spaghettus ausgeht, wir haben für
uns eine Möglichkeit gefunden, uns zu unserem Monster auch auf
Dokumenten, wie z.B. dem Personalausweis zu bekennen. Die Welt soll
uns als Pastafari wahrnehmen und die Behörden das genau so
akzeptieren, wie sie anderen Menschen gestattet, auf amtlichen
Dokumenten mit Kopftüchern abgelichtet zu sein. Wenn es so wichtig
ist, dass man auf dem Ausweis neben Name, Adresse, Augenfarbe, Größe,
Geburtsdatum auch die Religion ersehen kann, und sei es nur auf dem
Foto, dann bitte.
Gleiches Recht für alle Religionen oder noch
besser: „Weg mit dem Firlefanz!“