Ihr alle wisst, dass ein Pirat gern einen Papagei auf seiner Schulter spazieren trägt oder ein kleines Äffchen an Bord bei sich führt. Aber wir Pastafari haben noch ein anderes Haustier, das uns sehr wichtig ist. Ihr kennt es alle. Der eine oder andere hat es ebenfalls zu Hause in einem Glas oder Aquarium. Ihr ahnt jetzt, welches Tier ich meine? Na klar, einen Fisch.
Ja,
jetzt zweifelt ihr wieder, wie das Monster es uns alle lehrte. Ihr
fragt euch, was ein Pirat auf hoher See mit einem Fisch im Glas
anfangen soll, wo doch um den Bug genügend Fische kreisen. Tja,
meine lieben Freibeuter und Freibeuterinnen, diesen Fisch des
Piraten, kurz Piratenfisch, nimmt der Pirat natürlich nicht mit auf
große Kaperfahrt. Dieser Piratenfisch, den manche auch Jollyfish
nennen, weil seine Verwandtschaft mit dem Jolly Roger offensichtlich
ist, lebt dort, wo unser Pirat sein Heim auf festem Boden hat. Der
Piratenfisch lindert die Sehnsucht nach den Abenteuern auf den Meeren
und ist ihm so lange ein treuer Freund, wie unser Freibeuter bei
seiner Familie ist. Der Familie wiederum spendet der Fisch Trost,
wenn der Pirat auf hoher See ist. Der Piratenfisch ist folglich das
wichtigste Haustier für uns Pastafari. Deshalb gibt ihm auch kein
Pastafari Namen, wie Hein, Kalle oder sonst wie. Das würde seine
Bedeutung zu sehr schmälern. Einen Piratenfisch hat man Piratenfisch
zu nennen. Wer es ganz genau braucht, darf die Fische
durchnummerieren, aber das macht kaum jemand. Wie wir den
Piratenfisch ehren, ist euch allen ja bereits bekannt. Wir bewahren
sein Skelett aus Gräten auf, wenn er seine Reise zum Biervulkan
antritt. Als letzte Ehre bekommt er die Augenklappe angelegt, damit
jeder erkennt, welche Bedeutung er zu Lebzeiten hatte, wie wichtig
seine Existenz für uns war. Alle können sehen, dass dieser Fisch
nicht irgend ein Fisch war, sondern ein Piratenfisch.
Am
Blaudonnerstag, dem Beginn
unseres Passtahfestes ehren wir den Piratenfisch alljährlich, indem
wir an diesem Tage nur Nahrung zu uns nehmen, die uns das blaue Meer
schenkt, vorzugsweise Fisch. Nach dem Verzehr wird nach alter
Tradition eine Fischgräte ins Feuer geworfen. Die soll uns vor
Krankheiten schützen. Der aufsteigenden Rauch der verbrennenden
Gräte soll gleichzeitig ein Gruß an die Piratenfische sein, die
bereits am Biervulkan auf uns warten.
Sollten
Pastafari aus irgend einem Grunde keinen Fisch essen, müssen die
wenigstens das Blaue Meer würdigen, indem sie zumindest
entsprechende Getränke einnehmen, also solche, die blau sind oder
blau machen.
Allen
Pastafari wünsche ich einen fröhlichen Start ins Passtahfest und
viel Gesundheit für euch, eure Familien, Freunde und Haustiere.
RAmen