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Das Wort zum Freitag -
Projektarbeit: Das Fliegende Spaghettimonster
Teil II
Alma Bleschke, EKG Barsbüttel

11.03.2017



 


--->Teil I


5.1. Wie sich die Kirchen finanzieren
 
Die Tabelle zeigt, wie viel Steuergeld der Staat den Kirchen pro Jahr erlässt. Insgesamt sind dies 19.290.000.000 Euro.
 
 
Im Vergleich die Einnahmen der Kirchensteuer :
Die evangelische Kirchen nimmt 4,4 Milliarden Euro ein und
die katholische Kirche 4,9 Milliarden Euro.
Der Auszug zeigt einen wichtigen Grund für die Arbeit der Pastafari auf. Denn die Kirchen bekommen neben der Anerkennung reichlich finanzielle Mittel vom Staat.
 
 
6. Weshalb Religionskritik berechtigt ist
 
Das Folgende nochmals ausführlicher zu erläutern mag repetitiv klingen. Aber nach vielen Gesprächen mit Familienangehörigen und anderen Menschen meines Bekanntenkreises habe ich häufiger die Erfahrung gemacht, dass die Begründung der Satire nicht deutlich wurde. Manche Christen verstanden nicht, weshalb die Kirche, auch wenn sie einen wichtigen Beitrag für die Gemeinschaft leistet [und eine so lange Tradition hat], gerechtfertigt auf die Schippe genommen werden kann oder darf. Darum stelle ich hier noch einmal ausführlicher dar, weshalb Satire, der Meinung der Pastafari nach, in diesem Fall gerechtfertigt (bzw. wichtig) ist.
 
Zuallererst möchte ich verdeutlichen, dass ich mich in dieser Projektarbeit nicht mit den positiven Aspekten von Religion bzw. Christentum beschäftigt habe.
Im Gegenteil kritisiere ich die negativen Aspekte der Kirche und ihre Verbindung zum Staat (siehe auch „Staat und Kirche“ im Anhang).
Dies hat den Hintergrund, dass die Anhänger der Satirereligion FSM eben diese Seite aufzeigen wollen und ihnen die Kritik an Religion als zu selten und unwirksam vorkommt.*
 
Es muss jedoch trotzdem berücksichtigt werden, dass die Kirche bzw. Religion enorm ehrbare und wichtige Aspekte beinhaltet und der Gemeinschaft beiträgt. Diese Seite wird hier schlicht nicht beleuchtet (Begründung und mehr dazu siehe Schlussbetrachtung).
 
Der Sinn der Satire des FSM ist allerdings meines Verständnis’ nach nichtReligionen schlecht zu reden, sondern die Makel und die Position der Religion im Staat zu kritisieren um die Verbesserung und die Unterscheidung / Distanzierung von der Wissenschaft zu fördern.**
Der deutsche Staat gibt jährlich Milliarden von Geldern an die Kirchen aus.***
Rechtlich gibt es Vorteile für evangelische und katholische Christen der BRD und umgekehrt oft drastische Nachteile für die Anders-/ Nichtgläubigen. Denn, wenn Menschen keiner oder einer anderen Religion als der mehrheitlichen, im Staat verankerten, angehören, müssen sie z.B. trotzdem (in Form von Steuern) Geld an diese zahlen. Auch ob man einen Studiums- oder Arbeitsplatz bekommt, kann manchmal von der Religion abhängig gemacht werden, natürlich hörte man von den Fällen vor ein paar Jahren mehr als heute, aber es ist noch aktuell.
Diese und weitere Beispiele verstoßen gegen Artikel 3 im Grundgesetz nach dem jeder gleichberechtigt ist, egal welcher (...) Religion er angehört.
Jeder soll für sich frei entscheiden können, ob oder welcher Religion er angehören möchte, ohne Nachteile dadurch erleiden zu müssen. Dies scheint den Pastafari erstrebenswert.
 
Ein weiterer Grund für Religionskritik ist, die Glaubwürdigkeit der Kirche infrage zu stellen. Insbesondere die heiligen Schriften wie die Bibel sind, sachlich betrachtet, höchst minderwertige Quellen. Sie weisen laut Quellenkritik keinen bestimmten Autor auf. Inhalte wurden über Generationen mündlich weitergegeben, das viel später Aufgeschriebene wurde viele Male übersetzt (,fast immer von Männern, was erheblichen Einfluss auf die Darstellung der Gleichberechtigung der Geschlechter hat,) und von den ersten Verschriftlichungen beziehungsweise ,Originalen’ gibt es nur wenige Bruchstücke, und deren Echtheit ist fraglich. Es gibt keinen Beleg dafür, dass die Bibel eine glaubwürdige Quelle ist.
 
Und doch glauben so viele Menschen daran.
 
Ein Sinn von Religion ist wohl auch, sich sicher zu fühlen, Antworten auf Fragen in der heiligen Schrift oder beim s.g. ,unfehlbaren’ Papst zu finden, die sich nicht erklären lassen.
Doch hier könne man die Frage stellen:
Sollte man sich nicht eher damit abfinden, dass nicht alles auf der Welt erklärbar ist?
 
Anstatt Dogmen zu schaffen, die man verinnerlichen soll ohne sie zu hinterfragen?
 
Die Pastafari denken, es ist sehr wichtig, dass wir Unerklärliches unerklärt lassen und mit wissenschaftlichen Methoden untersuchen, um Entwicklung zu ermöglichen, damit die Ideen nicht im Keim schon ersticken.
So auch Rüdiger Weida, Vorsitzender der KdFSM,:
,, „Das Allerschlimmste an Religionen ist, dass sie für alles eine Antwort bieten. So findet keine Entwicklung statt.“ Bruder Spaghettus [Rüdiger Weida] dagegen ermuntert seine Pastafaris zu zweifeln: „Unsere Religion kennt keine Dogmen.(...)“ “
Die Religion des FSM zeigt, dass im Vergleich keine der Kirchen auf glaubwürdigen Quellen basiert. Keine mehr als die andere.
Dass Vieles an Religionen nicht beweisbar ist, ist allgemein bekannt.
Der Spruch: ,,Glauben kannst du in der Kirche.“ des Volksmundes verdeutlicht dies.
Das allein scheint für die Meisten noch kein Grund, einen solchen Aufstand zu machen.
 
Die negativen Aspekte sind so nah und offensichtlich. Ein Blick in die Nachrichten und man sieht von Krieg und Leid geprägte Bilder der aktuellen islamischen Terrorakte,
Menschen, die auf Grund ihres Glaubens bereit sind, sich selbst umzubringen und dabei viele, unbeteiligte Menschen mit in den Tod zu reißen.
 
Das Dogma, dass sich eine Religion für die einzig Wahre erklärt und alle anderen als schlecht, ist oft die Ursache für Folter, Morde und Krieg.
Aktuell ist es z.B. der s.g. Islamische Staat, der den Dschihad, d.h. heilige Krieg, gegen die Ungläubigen führt. [Und von dem sich viele Jugendliche aus Europa angesprochen fühlen.]
Zu Hitlerzeiten wurde Völkermord an Menschen jüdischen Glaubens begangen.
In der katholischen Kirche gab es viele Fälle sexuellen Missbrauchs.
Weil das so angeblich im Koran steht, werden Mädchen in Afrika brutal ihre Genitalien teilweise oder ganz entfernt ,,in den meisten Fällen vor Beginn oder während der Pubertät. Dies wird überwiegend ohne medizinische Begründung durchgeführt, ist meist mit starken Schmerzen verbunden, kann schwere körperliche und psychische Schäden verursachen und führt nicht selten zum Tod(…)“ 
 
 
(https://de.wikipedia.org/wiki/Weibliche_Genitalverstümmelung, 06.01.2016)
 
Im Judentum und im Islam ist die Beschneidung bei Jungen weit verbreitet, ein Eingriff, der im Zusammenhang zum Recht auf freie Religionsausübung in Deutschland seit 2012 als religiöse Beschneidung erlaubt ist, wenn er nach Regeln der Ärztlichen Kunst erfolgt.
Die Liste der Gräueltaten, die in „gutem Glauben“ verübt wurden und werden und schreckliches Leid zur Folge hatten und haben, ist lang, und leider noch nicht abgeschlossen.
Sie wird wohl nie auch nur annähernd abgeschlossen sein. Denn diese Gräueltaten werden oft verschwiegen, nur selten angezeigt, oder finden erst gar kein Gehör.
Weil das Siegel der Religion darüber steht, scheint es meist gerechtfertigt, oder zumindest hinnehmbar. Mit dem Attribut „religiös“ wird wesentlich weniger dagegen unternommen, mehr geduldet oder erduldet.
All dies wird verschwiegen, man spricht nicht gern darüber. Doch ich denke, den vielen Schicksalen ist man es schuldig. Vielleicht kann man etwas verändern, dafür sorgen, dass in der Zukunft weniger dergleichen passiert. zum Beispiel, für ein Gesetz eintreten, dass die körperliche Unversehrtheit von Minderjährigen über das der Rechtmäßigkeit religiöser Beschneidung stellt.
 
Einfach ist es zu sagen: ,,Soll doch jeder glauben, was er will,’ solange er andere Menschen* nicht damit belästigt, niemanden in seiner Freiheit und Würde einschränkt.’
 
Religionen zu kritisieren ist auf der ganzen Welt sehr heikel, da die meisten Befürworter außerordentlich stark überzeugt und oft vielzählig sind. Man macht sich dabei sehr unbeliebt, bringt sich sogar in manchen Kulturen in Gefahr. Und am Ende überzeugt man dennoch nur Wenige.
Darum ist es meiner Meinung nach wichtig, dass sich Menschen trotzdem trauen, für eine dogmenfreie Welt zu kämpfen ohne blinden Glauben.
So wie die Anhänger der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters.
Ramen.
 
7. Schlussbetrachtung
 
Ich habe mich stark bemüht, die Arbeit sachlich zu halten. Bei diesem Thema ist es allerdings ausgesprochen schwer, den eigenen, persönlichen Standpunk gänzlich zu vertuschen. Ein Hauptgrund dafür ist, dass ich mich darauf konzentriert habe, den Standpunkt der KdFSM zu erläutern und verständlich zu machen.
Das Format dieser Schulprojektarbeit reicht für eine ausreichende Gegendarstellung leider nicht aus.
Dafür möchte ich mich bei allen jenen entschuldigen, die sich verletzt fühlen, weil die Projektarbeit nur eine einseitige Darstellung bietet.
Ich würde mich sehr über eine ausführliche Gegendarstellung freuen.
Denn ich bin der Meinung, dass man sich immer beide Seiten der Medaille anschauen, ernst nehmen und hinterfragen sollte, um sich eine eigene Meinung zu bilden.

Eure Meinungen bitte an 


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17268 Templin, Schulzenfelde 9. Vors. Rüdiger Weida eingetragen unter VR3831 NP gemeinnützige Körperschaft 062/142/02539
Inhaltlich verantwortlich: Rüdiger Weida, Schulzenfelde 9, D-17267 Templin


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