Das Wort zum Freitag – Glaube und Rationalität

Bild von: Dying Regime, Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/2.0

Und wie jede Woche wird die Sau durchs Dorf getrieben. Wieder einmal „müssen“ alle Angst haben.  Am Anfang stand ein Vater, der Angeblich wegen des Islam nicht mehr zum Eltern-Kind-Schwimmen mit darf.

Was war passiert?

Die Leiterin des Kurses hatte ihm eine Sprachnachricht über einen Messenger geschickt, dass es den muslimischen Frauen unangenehm sein würde und er deshalb lieber nicht mitkommen solle und stattdessen seine Frau zum Kurs schicken.

Was wurde daraus?

Mehrere Medien berichteten, unter anderem die  Zeitung mit den großen vier Buchstaben, die ja gemeinhin für ihre Seriosität bekannt ist, hier wurde als Aussage gewählt, dass Muslime das Schwimmbad wegnehmen. Auch der Focus berichtete, allerdings deutlich weniger reißerisch.

Nun kann man hier viele Fragen stellen und das müssen wir als Pastafari auch.

Bevor ich überhaupt zum Inhaltlichen komme stellt sich mir die Frage, ob das denn überhaupt eine Meldung ist, die es wert ist überregional berichtet zu werden?

Ich finde eigentlich nicht, denn weil die Leiterin eines Schwimmkurses hier eine Entscheidung im Widerspruch zur Meinung der zuständigen Behörde trifft geht die Welt nicht unter.

Nehmen uns die Muslime denn nun wirklich das Schwimmbad weg?

Ich finde nicht, denn hingehen kann ich immer noch, ja, den Kurs haben sie vielleicht kurzfristig bekommen, aber auch das scheint ja keine Entscheidung von Dauer zu sein.

Aber welchen Schluss ziehe ich jetzt daraus?

Nun, nicht so einfach, aber am Ende würde ich sagen, dass mal wieder die Religion einer Person in die Freiheit einer anderen eingegriffen hat, was ich als falsch erachte, aber das richtig gestellt wurde. Es bleibt also übrig, dass man mal wieder feststellt, dass es noch ein weiter weg ist bis Religion endlich die geringe öffentliche Rolle spielt die ihr zuzuweisen ist.

Am Dienstagabend dann mal wieder ein Terroranschlag. Was hier alles an Theorien und Meinungen unterwegs ist, ist zu viel um es wiederzugeben, aber auch hier gilt es den Worten des Monsters zu folgen und einen klaren Kopf zu behalten. Viel mehr Aufmerksamkeit möchte ich dem Täter eigentlich hier nicht schenken.

Steht uns denn nun die Islamisierung bevor?

Wohl kaum, der Islam kämpft in manchen Ausprägungen dafür oder er kämpft dafür die Rechte des Christentums auch für dich zu beanspruchen, doch schlussendlich bleibt das Problem das Gleiche, eine irrationale Überzeugung, ein Glaube der nicht an ES gerichtet ist beansprucht die Wahrheit und Privilegien für sich und das gilt es zu verhindern, mit Spaß, Gemeinschaft, Freude und ein, zwei Bier. Es gilt also in seinem Glauben rational zu bleiben, auf dass die anderen auch merken, dass das der richtige Weg ist.

Das richtige Lebensmotto

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One Comment

  1. Bruder Spaghettus 14. Dezember 2018 at 18:20

    „Nun kann man hier viele Fragen stellen und das müssen wir als Pastafari auch.“

    Mehr noch, wir müssen nicht nur Fragen stellen, wir müssen vor allem zweifeln. Dadurch entwickeln wir uns, überprüfen unsere Haltungen und kommen vorwärts.

    Ich zweifle also mal drauf los.

    „Am Anfang stand ein Vater, der Angeblich wegen des Islam nicht mehr zum Eltern-Kind-Schwimmen mit darf.“
    Wieso angeblich? Es ging um muslimischer Frauen, also klar um den Islam.

    „Was wurde daraus“ hinterfragt zunächst die Art und Weise der Berichterstattung. Die ist oft tatsächlich unseriös und das leider nicht nur beim Boulevard. Viele Zeitungen wollen durch kräftige Schlagzeilen erst mal Leser binden. Das ist aber ein allgemeinses Problem, welches nichts mit dem konkreten Fall zu tun hat.

    Ist der Fall überhaupt wert, überregional berichtet zu werden?
    Die meisten Zeitung haben es nicht für wichtig genug gehalten. Aber Kriterien dafür gibt es nicht, es bleibt jeder Zeitung selbst überlassen.

    „Und wie jede Woche wird die Sau durchs Dorf getrieben. Wieder einmal „müssen“ alle Angst haben.“
    Unter dieser Einleitung auch den Terroranschlag von Strassburg anzuführen, ist für mich eine nicht nachvollziehbare Relativierung. Seyran Atas hatte bereits frühzeitig darauf hingewiesen, das Stirnmal des algerischstämmigen Attentäters entsteht bei strenggläubigen Muslimen durch jahrelanges Niederwerfen auf den Gebetsteppich. Der islamische Hintergrund, den inzwischen auch niemand mehr abstreitet, war also schnell offensichtlich. Deshalb von mir ein ganz ausdrückliches ja, davor kann und muss man sogar Angst haben. Es darf nur keine Angst sein, die uns lähmt. Die aber bekämpfen zu wollen, indem sie als herbeigeredet hingestellt wird, halte ich klar für den falsche Weg.

    Die interessanteste Frage kommt zum Schluss: „Steht uns denn nun die Islamisierung bevor?“ Erik bietet ein gutes Konzept an, das zu verhindern. Ob das reicht, bezweifle ich. Der Islam prägt immer mehr unsere Gesellschaft. Das Beispiel der Gruppenleiterin von oben ist nur eins und ein eher unwichtiges. Die Anzahl der Staatsverträge mit Muslimverbänden, die Zugeständnisse an die, die Anzahl der Moscheen, der Kopftücher auf den Straßen, all das nimmt enorm zu. Spaß, Freude und Bier sind gute Mittel, aber sie werden nicht ausreichen um die Einflussnahme des Islam zu stoppen. Es sind, wie dieser Verfassungsschutzbericht (*) zeigt, starke Kräfte am Werk. Wir dürfen das Problem nicht verharmlosen, wir müssen es benennen, beobachten und darauf achten, die schwer erkämpfte offene Gesellschaft nicht den Bach runter gehen zu lassen. Das wird schwer werden, denn leider ist die nicht nur vom Islam bedroht, sondern genau so von christlichen und politischen Fundamentalisten.

    (*) https://tinyurl.com/ycm2owfg

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