…bei den Ruhrpott Pastafaris – 24.05.19 in Wuppertal

Wie schon einige Male vorher segelten Pastafaris von nah und fern zum Restaurant „Mathes Nudeltöpfchen“. Die bekannte Crew wurde diesmal von den Pastafaris des Rallye-Teams „TeamFSM“ (Teilnehmer der Baltic Sea Challenge) ergänzt.

Nudler war wieder Bruder Stellinus.

Nach einem gemeinsamen Monsterunser stellte der Nudler den Piraten drei Schatzfragen aus dem Piratenleben. So konnten die Pastafaris sich wieder vor unserem lieben Monster als wahre Anhänger beweisen. Da zu allen Schatzfragen die Lösungen genannt werden konnten, bekamen die erfolgreichen Schatzjäger Ramen-Nudelsuppen bzw. einen FSM-Pin.

Anschließend wurde im Rahmen der Predigt das Thema „Taufe von Pastafaris?“ ausführlich erläutert:

Unser liebes Monster gibt uns im Evangelium des Propheten Bobby keine besonderen Hinweise zu Taufen.

Sehen wir uns doch einmal an warum andere Religionen Taufen durchführen.

Wikipedia sagt:

„Manche Kirchen verstehen die Taufe als einen Ritus, der die Reinigung von religiös definierter Schuld (Sünde bzw. Erbsünde) beinhaltet und in der Folge die persönliche Erfahrung einer Gottesnähe ermöglicht. Die symbolische Taufhandlung gilt als Teilhabe an der Sündenvergebung durch den Tod Christi am Kreuz und wird als die „Eingliederung in den gestorbenen und auferstandenen Christus“ und damit als Eingliederung in die kirchliche Gemeinschaft begriffen….“

und

„Ein Exorzismus-Gebet (oder „Gebet um Schutz vor dem Bösen“) ist bis heute fester Bestandteil des katholischen Ritus der Kindertaufe.

    Weil die Taufe Zeichen der Befreiung von der Sünde und deren Anstifter, dem Teufel, ist, spricht man über den Täufling einen Exorzismus (oder mehrere). Der Zelebrant salbt den Täufling oder legt ihm die Hand auf; danach widersagt der Täufling ausdrücklich dem Satan. So vorbereitet, kann er den Glauben der Kirche bekennen, dem er durch die Taufe ‚anvertraut‘ wird [Vgl. Röm 6,17]. – Katechismus der Katholischen Kirche, Abs. 1237“

1.Unser Fliegendes Spaghettimonster hat uns keine Erbsünde auferlegt und auch Sünden sind im Pastafaritum unbekannt. Unser liebes Monster liebt uns! – So wie wir sind und dies selbstverständlich immer!

  1. Einen Teufel als Gegenspieler des Fliegenden Spaghettimonsters? Seltsame Vorstellung! Und machen wir eine „Teufelsaustreibung“ mit dem Kind? Welch ein Schwachsinn!

Wenn wir Verbrechen (nach den Gesetzen unsere Landes) begehen, verführt uns nicht ein „Teufel“, sondern daran ist nur unsere persönliche Unvollkommenheit bzw. Unzulänglichkeit schuld – denn wer ist schon vollkommen?

  1. Wenn eine Pastafarifamilie ein Kind taufen lassen will, so kann dies in unserem Glauben nicht mehr als die Absichtserklärung sein, dem Kind zukünftig wissenschaftliches Denken und rationales Verhalten zu vermitteln. Das Kind soll sich dann, wenn es reif genug für eine eigene Entscheidung ist, selbstbestimmt für das FSM entscheiden können. Wir indoktrinieren unsere Kinder nicht!

Was folgt daraus für den pastafarianischen „Taufritus“?

  • Macht eine schöne Feier für die Familie/Gemeinde daraus!
  • Nehmt die Wünsche der Eltern hierzu ernst!
  • Es soll ein Fest zur Geburt werden und keine Verpflichtung für den Täufling und

die Eltern!

Nun wurde es ernst für 2 der Schiffsjungs vom TeamFSM – sie wurden getauft. Bruder Magaritos von Bucatini führte durch die Taufhandlung. Nach erfolgreicher Nudelprobe, die Schiffsjungs mussten mit dem Mund Penne auf einzelne Spaghetti fädeln, erhielten sie ihre pastafarianischen Namen.

Damit endete unser Nudelmesse und der Rest des monstermäßigen Abends wurde mit der Planung unserer Aktionen zum Ketzertag in Dortmund (19. bis 21. Juni) verbracht. Nähere Informationen folgen demnächst.

-Bruder Stellinus