Für uns Pastafari völlig klar: Alle, selbst die Ungläubigen, landen dereinst an Biervulkan und Stripperfabrik. Manche halt lediglich in der zweiten Klasse, wo das Bier eher schal und die Stripperfabrik nicht frei von Geschlechts-krankheiten ist. Na ja, ein kleines bisschen Unterschied muss halt auch in der nettesten Religion der Welt sein.
Andere haben es da wesentlich schwerer. Wie unmöglich es z.B. für Christen ist, sich mit Sicherheit so zu verhalten, dass sie dereinst im ewigen Harvenorchester mitspielen dürfen, darüber habe ich gerade im Netz eine herrliche Zusammenstellung von Bergdoktor gefunden:
Allerheiligen- wer kommt in den Himmel und wer in die Hölle?
 
Wenn man in der heiligen Schrift Anhaltspunkte sucht, wer nun in den Himmel und wer in die Hölle kommt, wird man einfach nicht schlau. Die Bibelschreiber sind sich in dieser Frage alles andere als einig.
Nach der Johannesoffenbarung werden nur 144’000 untadelige Männer errettet, die vor allem noch niemals Sex hatten (Offb 14, 3-4): „Diese sind’s, die sich mit Frauen nicht befleckt haben, denn sie sind jungfräulich.“
Nach den Evangelisten Johannes und Markus reicht es zur Errettung, einfach NUR an Jesus zu glauben (Joh 3,18): „Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet.“ Siehe auch:
Markus 16,16
Johannes 3,16
Johannes 3,36
Johannes 5,24
Johannes 6,47
Johannes 8,24
Johannes 14,6
Apostelgeschichte 13,39
Apostelgeschichte 16,31
Epheser 2,8
2. Timotheus 3,15
Oder doch nicht? Errettet wird man doch durch Gottesfurcht und strenges Befolgen der Gesetze, schreibt Matthäus (Mt 19,17): „Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote.“ Siehe auch:
Prediger 12,13
Matthäus 7,21
1. Korinther 9,24

Nein! Man muss gute Werke tun, um in den Himmel zu gelangen. Johannes schrieb schließlich, dass nur jene hervorgehen werden, (Jh 5,29) „die Gutes getan haben.“ Auch Jakobus sagte, dass Glaube allein nicht reicht (Jak 2,24): „So seht ihr nun, dass der Mensch durch Werke gerecht wird, nicht durch Glauben allein.“ Siehe auch:

1. Mose 4,7
Psalter 15,1
Psalter 62,13
Matthäus 16,27
Lukas 10,25
Lukas 18,22
Römer 2,6
2. Korinther 5,10
Jakobus 2,14
Jakobus 2,17
Jakobus 2,20
Jakobus 2,26

Wieder falsch! Nur die Gnade Gottes errettet uns, egal, was wir tun (Eph 2,8-9): „Denn aus Gnade seid ihr selig geworden (…) und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken.“ Siehe auch:

Psalter 86,13
Jesaja 43,25
Johannes 3,27
Johannes 6,44
Apostelgeschichte 15,11
Römer 3,24
Römer 6,23
Römer 9,16
Römer 11,5-6
Epheser 2,5
Titus 3,5
Oder muss man nicht einmal gut sein, um in den Himmel zu kommen? Jesus jedenfalls meinte (Mt 21,31): „Die Zöllner (Betrüger) und Huren kommen eher ins Reich Gottes als ihr (Ungläubige).“ Der Glaube an Gott reicht also. Ein guter Mensch zu sein ist nicht nötig.
Alles falsch! Nicht Glaube, nicht Werke und nicht Gnade erlösen. Wer errettet wird, das ist vorbestimmt (Prädestination). Schliesslich steht geschrieben (Eph 1,4): „Denn in ihm hat er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war.“Siehe auch:
Psalter 37,23
Matthäus 20,23
Matthäus 25,34
Johannes 6,44
Apostelgeschichte 2,47
Apostelgeschichte 4,28
Apostelgeschichte 17,26
Römer 8,29
2. Korinther 5,18
Titus 2,11
1. Petrus 1,20
Judas 1,4
Aber es könnte auch ganz anders sein. Es könnten auch alle Menschen errettet werden, weil Gott (1. Tim 2,6): „alle zur Erlösung“ bestimmt hat (Universalismus). Dann brauchen wir überhaupt nichts zu unserer Errettung zu tun. Siehe auch:
Markus 3,28
Johannes 1,29
Johannes 12,32
Römer 5,18
Römer 11,32
1. Timotheus 4,10
1. Timotheus 15,22
1. Johannes 2,2
Was ist eigentlich mit den Millionen Menschen, die vor Jesus‘ Auftreten geboren und gestorben waren? Sie haben einfach Pech gehabt. (Pred 9,5): „Denn die Lebenden wissen, daß sie sterben werden, die Toten aber wissen nichts; sie haben auch keinen Lohn mehr, denn ihr Andenken ist vergessen.“
Und was ist mit den Andersgläubigen? Letztere haben definitiv keine Chance, denn Gott wird (Offb 9,15) „den dritten Teil der Menschen“ vernichten. (Haben wir nicht eben gelesen, dass alle (1. Tim 2,6) zur Erlösung bestimmt sind?)
Oder reicht es etwa, einfach nur Jesus‘ Blut zu trinken? Dann würde der Heilige Gral wirklich ewiges Leben bringen (Jh 6,54): „Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken.“

Wie man es auch dreht und wendet und wie man die Verse auch interpretiert, die biblischen Aussagen bleiben unklar und unverständlich. Jeder Gläubige kann sich herauspicken, was ihm zu seiner Lebensweise gerade passt. Ein alter Theologentrick: Wenn man keine konkrete Antwort anzubieten hat, überschüttet man den Fragenden mit einem ganzen Haufen Antworten. Irgendwas stimmt immer.

Erstveröffentlichung: 03.08.2012