Das Wort zum Freitag – War Stephen Hawking Pastafari?

By |März 16th, 2018|Internationales|Kommentare deaktiviert für Das Wort zum Freitag – War Stephen Hawking Pastafari?

Nun hat er es also geschafft. So lange wie möglich wollte er noch lernen und erfahren, aber Angst vor dem Tod hatte er nie. Warum auch?
Angst hätte er höchstens haben können, wie mit seinem Tod umgegangen wird. Aber letztlich, wer tot ist, den stört auch das nicht mehr.

Hawking war einer von den ganz Großen und kam ohne Götter zurecht.
Damit ist er bei Darwin und Einstein, von dem er übrigens sehr angetan war. Einstein sollte bald als Gottgläubiger von den Religiösen eingemeindet werden, bei Darwin wurde gar behauptet, er hätte sich auf dem Totenbett noch zum ollen Jahwezausel bekannt.

Da scheint mir nur logisch, mit Hawking wird ähnliches passieren.
Ich muss zugeben, es gibt sogar einige Zitate, die solche Spekulationen fördern würden:

Was ich getan habe, ist zu zeigen, dass es möglich ist, wie das Universum von den Gesetzen der Wissenschaft bestimmt wurde. In diesem Fall wäre es nicht notwendig, Gott zu bitten, zu entscheiden, wie das Universum begann. Das beweist nicht, dass es keinen Gott gibt, nur dass Gott nicht notwendig ist.

Wenn wir eine komplette Theorie haben, können wir die Gedanken Gottes verstehen.

Wenn das Universum einen Anfang hatte, können wir von der Annahme ausgehen, dass es durch einen Schöpfer geschaffen worden sei. Doch wenn das Universum wirklich völlig in sich selbst abgeschlossen ist, wenn es wirklich keine Grenze und keinen Rand hat, dann hätte es auch weder einen Anfang noch ein Ende; es würde einfach sein. Wo wäre dann noch Raum für einen Schöpfer?


Ich bin im normalen Sinne nicht religiös. Ich glaube, dass das Universum von den Gesetzen der Wissenschaft regiert wird. Die Gesetze mögen von Gott erlassen worden sein, aber Gott greift nicht ein, um die Gesetze zu brechen.


Man kann nicht beweisen, dass Gott nicht existiert. Aber die Wissenschaft macht ihn überflüssig.


Wir sollten uns nicht wundern, dass die Bedingungen im Universum für das Leben geeignet sind, aber dies ist kein Beweis dafür, dass das Universum so entworfen wurde, dass es Leben zulässt. Wir könnten Ordnung mit dem Namen Gottes nennen, aber es wäre ein unpersönlicher Gott. Die Gesetze der Physik sind nicht sehr persönlich.

Gott kam jedenfalls ziemlich oft in seinen Büchern vor. Ganz im Gegensatz zu physikalischen Formeln. Da hatte er die These, jede Formel in einem Buch halbiert dessen Umsatz. Sollte umgekehrt Gott den Umsatz steigern?
Seine Ex-Frau Jane war jedenfalls fest dieser Meinung.

Ich glaube ihr und vermute, als er nicht mehr so auf Umsatz angewiesen war, hat er auch Gott aus den Büchern geworfen und klare Kante gezeigt.

Kein Wunder also, wenn auch Atheisten behaupten werden, er wäre einer der ihren gewesen. Vielleicht stimmt es sogar, wie diese Zitate vermuten lassen.

Es gibt einen fundamentalen Unterschied zwischen Religion, die auf Autorität und Wissenschaft, die auf Beobachtung und Vernunft basiert. Die Wissenschaft wird gewinnen, weil sie funktioniert.


Das Leben auf der Erde muss sich spontan selbst generiert haben. Es muss daher möglich sein, dass sich das Leben spontan anderswo im Universum entwickelt.


Weil es ein Gesetz wie das der Schwerkraft gibt, kann und wird sich ein Universum selber aus dem Nichts erschaffen. Spontane Schöpfung ist der Grund, warum es statt dem Nichts doch etwas gibt, warum das Universum existiert, warum wir existieren. 

Die menschliche Rasse ist nur ein chemischer Abschaum auf einem mittelgroßen Planeten und umkreist einen sehr durchschnittlichen Stern in der äußeren Vorstadt von einer von hundert Milliarden Galaxien. Wir sind so unbedeutend, dass ich nicht glauben kann, dass das ganze Universum zu unserem Vorteil existiert. Das wäre so, als würde man sagen, dass du verschwinden würdest, wenn ich meine Augen schließe.

Zu fragen, was war vor dem Beginn des Universums, ist so sinnlos wie die Frage: Was ist nördlich vom Nordpol?


Ich aber bin überzeugt, er war Pastafari. Da gibt es unsere ganz feine Ironie:

Ich habe beobachtet, dass sogar Leute, die behaupten, alles ist vorherbestimmt und wir können es nicht verändern, schauen, bevor sie die Straße überqueren.

Da gibt es den Ansatz, keine Dogmen zu akzeptieren und alles zu hinterfragen:

Versucht, den Dingen, die ihr seht, einen Sinn zu geben, und hinterfragt, aus was sich das Universum zusammensetzt.

Der größte Feind des Wissens ist nicht Unwissenheit, sondern die Illusion, wissend zu sein.

Und da gibt es vor allem die absolut passende Grundeinstellung zum Leben:

Das Leben wäre tragisch, wenn es nicht lustig wäre.

Kein Zweifel, Steven sitzt jetzt am Biervulkan. Hau kräftig rein, Pirat Hawking. Vielleicht schaffst du es dort noch, deinen großen Traum zu verwirklichen.

Mein Ziel ist einfach. Es ist ein vollständiges Verständnis des Universums, warum es so ist und warum es überhaupt existiert.

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