Heute, liebe Gemeinde, heute kocht es
in mir. 
Dabei sollte ich mich eigentlich freuen. Während ich
noch über ein Thema für das heutige Wort zum Freitag nachdachte,
brachte die Post mir einen Brief und der das Thema: Behördenwillkür. 
Mancher wird es schon ahnen, die Antwort auf meine
Aufforderung an die Stadt Templin, endlich meine im August 2013
gestellte Dienstaufsichtsbeschwerde zu beantworten, ist eingetroffen. 
Ihr wisst, bei meinem Versuch, meinen neuen Ausweis mit einem
Passbild mit meiner weltanschaulichen Kopfbedeckung zu beantragen,
wurde ich von einem Beamten der Stadt unverschämt und rechtswidrig
behandelt.
Das war Gegenstand meiner Dienstaufsichtsbeschwerde, die mit dem
Inhalt, der Ablehnung meines Antrages, nichts zu tun hat. Eben so
wenig also mit dem jetzt anstehenden Verfahren Weida ./. Stadt
Templin, denn da geht es eben um den Inhalt, nicht um das inkorrekte
Verhalten des mir immer noch unbekannten Beamten. 
Das
scheint, wie sich aus dem Betreff der Antwort des Bürgermeisters
ergibt, dem jedoch nicht klar zu sein. Sucht er die Ausrede, sich zu
einem laufenden Verfahren nicht äußern zu wollen? Das würde hier
nicht treffen. Es gibt also keinen Grund, warum er weder meinen
Bitten vom 09.01.2013 nachkommt noch ausführt warum meine
Dienstaufsichtsbeschwerde angeblich unbegründet wäre.
zum Vergrößern anklicken
Das
alles kann nur eins heißen, die Stadt will mir klar machen, der
Sachverhalt war so, wie er von ihrer Sachgebietsleiterin weit weg von
den tatsächlichen Geschehnissen behauptet wurde und meine
Schilderung reine Fantasie.
Noch nie, nicht mal als mich die
Stasi verhört hat, kam ich mir so hilflos vor wie jetzt. Damals
wusste man, woran man ist und hatte keine große Erwartungshaltung.
Jetzt, bei Beamten eines Rechtsstaates, ist die Erwartungshaltung
eine andere.
Wenn die einen Sachverhalt ohne jede Bindung
an Wahrheit so darstellen, wie er ihnen am besten passt und gleich
noch mitteilen: Ende der Fahnenstange, wir reagieren einfach nicht
mehr auf Nachfragen, ist das enorm frustrierend. Was jetzt noch unternehmen? Natürlich Akteineinsicht beantragen, auch, wenn die wohl nicht reagieren wird, die Lokalpresse informieren und ein Schreiben an die Stadtverordnetenversammlung, den Vorgesetzten des Bürgermeisters. Vielleicht auch ein Schreiben an den Landrat.

Ein Rechtsstaat
funktioniert nur, wenn die Bürger auch auf dieses Recht vertrauen
können. Bei solchen Beamten ist das nicht mehr möglich. Um so wichtiger ist es, sich zu wehren.