Michael Blume ist Religions- und Politikwissenschaftler, Doktor sogar, und der Meinung, Religiosität ist ein Erfolgsrezept und man erkenne Feinde der Freiheit an ihrer Wut auf Religionen.

Vor einiger Zeit ist er unserer Facebookgruppe beigetreten und vor ein paar Tagen dort ausgeschlossen worden. Nicht, weil solche Ansichten dort nicht willkommen wären, sondern weil er zwei Mal ein anderes Mitglied diffamiert hat, nach einem dritten persönlichen Angriff unter Androhung des Gruppenverweises verwarnt und dieser Verweis nach der vierten Verleumdung konsequent vollzogen wurde.

Aber er hat Recht, wenn er meint, jeder könne dort alles selbst nachlesen, denn die Gruppe und alle Beiträge sind öffentlich. Deshalb wären mehr  als diese paar Zeilen als Antwort auf seine Darstellung des Vorgangs nicht nötig und reine Zeitverschwendung.

Da aber wohl nicht alle Lust haben werden, sich dort wirklich durch alle Kommentare zu lesen, nehme ich mir doch noch etwas Zeit für euch und versuche, auf Blumes „Argumente“ in seinem Verleumdungspost einzugehen.

Zunächst wird er persönlich, wenn er staunt, dass sich mit mir bereits ein Oberkleriker gefunden hat, „…der der „Gemeinde“ die Richtung vorgibt, den „Glauben“ erläutert und Abweichler korrigieren, ermahnen und bei Verstößen auch – aus eigener, allein von Seiner Nudeligkeit abhängiger Autorität – ohne Widerspruchsmöglichkeit verstoßen kann.“

Tja, so ist das nun mal in allen fb-Gruppen, der Gründer hat administrative Rechte. Bei einer Gruppe, die auf Beschluss der Mitgliederversammlung einer gemeinnützigen Körperschaft gegründet wurde, ist das naturgemäß deren Vorsitzender. Den hat nicht etwa ES eingesetzt, der wurde von der Mitgliederversammlung gewählt.


Später stelle Blume meine Äußerung:“ Auch ich bin islamfeindlich. Ich bin auch christentumsfeindlich und finde das völlig normal.“  so dar, als würde ich damit das Posten von rechtsextremen Seiten unbedenklich finden. Das ist eine klare Verzerrung der Wirklichkeit.

In unserer Gruppe ist auch jemand, der, wohl wegen seiner sexuellen Orientierung, heftig gegen jede Religion, besonders aber gegen den Islam auftritt. 

Er hat eine Reihe von Karikaturen und Nachrichten gepostet, unter anderem auch eine von Politically Incorrect, einer klar rechtslastigen Hetzerseite.

Sofort wurde er von anderen Gruppenmitgliedern darauf angesprochen, mit seinem Einverständnis der Eintrag gelöscht und, vor allem, von ihm erkannt, warum das so sein muss. Das ist leider – wegen dieser Löschung – nicht mehr nachlesbar. Damit auch nicht, wie Blume diesen User dort zweimal persönlich angriff, ihn als Nazi beschimpfte und ihm unterstellte, nur in der Gruppe zu sein, um braune Propaganda zu streuen.

Noch nachzulesen ist aber mein Kommentar zur Löschung: 
„Zu PI:

Das ist eine Seite, auf der auch ich gelegentlich war, weil es dort Mitteilungen gab, die man sonst nicht oder schwer fand. Dabei habe ich festgestellt, dass die wirklich weitab von jeder Objektivität berichten und, vor allem in den Kommentaren, oft reine Hetze verbreitet wird. Deshalb sollten Artikel von PI nicht verbreitet werden.“
Um meine Intoleranz zu beweisen, verzichtet Blume auch auf die Fortführung meines obigen Zitats zur Religionsfeindlichkeit.

In der hatte ich klar gemacht, dass es dabei wichtig ist, zu unterscheiden zwischen dem Glauben und den Gläubigen, dass ich jedem seinem Glauben genau so zugestehe wie mir die Kritik an diesem, und dass ich damit nur den Kampf der Weltanschauungen meine, in dem ich mich so gegen die Atheismusfeindlichkeit von Islam und Christentum wehre. Keine Toleranz gegen Intolerante.

Ansonsten sieht Blume unsere noch junge lose Gruppe, in der sich Individuen aller Art treffen und entsprechende gruppendynamische Prozesse laufen, als geschlossene Einheit. Das muss er wohl, um die ganz großen Keulen zu schwingen, mit denen er um sich schlägt.

Zuerst die des Antisemitismus. Mit einem Argument, das wir schon lange kennen: Wer gegen nicht medizinisch notwendige Beschneidung bei Jungen ist, ist antisemitisch.

Dann wird die Nazikeule geschwungen, indem Blume den sarkastischen Kommentar eines Users „…Wenn die ihren Kindern ohne Grund die Vorhaut absäbeln wäre es, z.B. auch logisch das Nazis ihren Kindern Hakenkreuze auf die Stirn tätowieren dürfen…“ als Gleichsetzung von Nationalsozialismus und Judentum bemüht.

Auch vor klaren Unwahrheiten schreckt Blume nicht zurück, wenn er dieses Bild postet

und dann schreibt: „Und – schon war es geschehen.“

Nein, das war´s nicht, was auch leicht prüfbar ist, denn danach gab es noch einen weiteren Kommentar von Michael Blume. Einen, in dem er wieder Mitgliedern unterstellte, nazistische Ansichten zu unterstützen. Erst dann, nachdem er trotz Verweises nochmals Personen angegriffen hat, wurde er ausgeschlossen.

Vielleicht hat Michael auch einfach eine realitätsferne Wahrnehmung. Darauf könnte hindeuten, dass er sich nach seinem Rauswurf aus der Gruppe noch als „Aussteiger“ beschreibt.

In der nachfolgenden „Offenbarung des Michael“ wird zwar nicht so drastisch, aber genau so wirklichkeitsfremd wie in der biblischen des Johannes, die Zukunft, konkret die Entwicklung unserer Gruppe, vorhergesagt.

Das z.B.: „Wenn ich es dann auch noch – wie hier gerade – wage, mit den einschlägigen Erfahrungen an die Öffentlichkeit zu gehen, dürfte online eine Welle von Wut und Beschimpfungen einsetzen.“

Nö, die Welle wird´s nicht geben, auch wenn diese Vorhersagen ganz sicher auf streng religionswissenschaftlicher Basis erfolgten. 

Michael Blume hat ja Recht wenn er zu seinen Behauptungen anmerkt: „Alle im Folgenden geschilderten Beobachtungen können Sie übrigens selbst überprüfen…“

Und das ist auch gut so. 🙂